Zeites Euregionales Forum Brustkrebs in Eupen ein voller Erfolg

"Freude am Leben" war das Leitmotiv des zweiten "Forum Brustkrebs", das am 20. Oktober 2005 in Eupen stattfand. Der Name war Programm: das Leben soll gewinnen, auch und gerade nach einer Brustkrebs-Erkrankung.

Zentrales Thema war daher die Lebensqualität. Das erste Referat beleuchtete die verschiedenen Faktoren, welche die Lebensqualität von Brust-krebs-Patientinnen beeinflussen.

Der Zugang zu Informationen von gesicherter Qualität gehört unbedingt dazu, wie beide Referenten, Dr. Didier Vander Steichel von der Belgischen Föderation gegen Krebs und Helga Ebel von der Aachener Krebsberatungsstelle, betonten. Da der Umgang mit einer Brustkrebs -Erkrankung individuell sehr unterschiedlich sei, müssten die betroffenen Frauen die Informationen erhalten, die sie benötigen, um selbst für sich entscheiden zu können, was ihnen gut tut. Auch in der Behandlung ist eine individuelle Beratung vonnöten, berichtete die plastische Chirurgin Dr. Rika Deraemaecker aus ihrer Praxis. Die auf Brustrekonstruktionen spezialisierte Ärztin kennt die Risiken und Chancen, die mit einem Brustaufbau verbunden sind. Die Kernaussage: ein Brustaufbau kann dazu beitragen, die Silhouette der Frau nach einer Brustkrebs-Erkrankung zu harmonisieren, doch kommt dies lange nicht für jede Betroffene in Frage – entscheidend sind, neben medizinischen Faktoren, das Selbst- und Körperbild der Frau. Als Alternative zu einer Brustrekonstruktion stehen heute sehr gut angepasste Prothesen zur Verfügung. Dass diese selbstbewusst getragen werden können, bewiesen einige ehemalige Brustkrebs-Patientinnen im Rahmen einer beeindruckenden Modenschau. Verschiedene Anbieter fertigen attraktive Wäsche und Bademoden, die ganz auf die Bedürfnisse von Protheseträgerinnen zugeschnitten sind. Mit dieser Modenschau wollten die Damen, allesamt ehemalige Patientinnen vermitteln, dass auch nach dem Krebs Schönheit und Weiblichkeit kein Tabu sind. Überhaupt das Thema "Schönheit": sicher nicht der einzige Faktor, der Lebensqualität ausmacht, aber ein wichtiges Element. Deshalb konnten sich die rund 80 Forum-Besucherinnen an den Informationsständen Tipps zur Hautpflege und Kosmetik geben lassen, Kopfschmuck für Chemo-Patientinnen ausprobieren und sich bei den Modeherstellern über ihr Angebot informieren.

Nicht nur der Schönheit, auch dem Wohlbefinden dient der Sport. Welche Bewegungsarten in der Krebsnachsorge empfehlenswert sind und dem Körper helfen, wieder "heil" zu werden, erläuterte die Aachener Reha-Sport-therapeutin Susanne Gerke in ihrem Referat. Damit endete das 2. euregionale "Forum Brustkrebs", das gemeinsam von der Stiftung "Koalition gegen Brustkrebs", der Vereinigung "Vivre comme avant – Leben wie zuvor", Europa Donna Belgium, der belgischen Stiftung gegen Krebs, und dem Frauenkomitee und dem Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens organisiert wurde.

Zum Abschluss des Forums wurde ein Zeichen für die Freude am Leben gesetzt: das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft am Kaperberg leuchtete eine Woche lang jeden Abend in rosafarbenem Licht – die Symbolfarbe für den Kampf gegen Brustkrebs.

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